Jahrbuch Fernsehen auch im Web
Trend-Barometer und Kompendium der TV-Branche:Jahrbuch Fernsehen 2007 im Mai erschienen
Frankfurt, 30. Mai 2007
„Es wird sicher noch lange dauern, bis die Geschichten der Migration filmisch in einer anderen Sprache und von Klischees und rassistischen Bildern entschlackt auf den Bildschirm kommen“: Dieses Fazit zieht Imran Ayata, Buchautor („Hürriyet Love Express“) und Mitinitiator der Anti-Rassismus-Bewegung „Kanak Attak“, aus seiner genauen TV-Beobachtung. Sein Beitrag gehört zu den fünf Essays im Jahrbuch Fernsehen 2007, das am 21. Mai erschienen ist.
Auch „Stern“-Redakteur Alexander Kühn schreibt über ein brisantes Thema: das hiesige Abkupfern amerikanischer Erfolgsserien. Leif Kramp untersucht in seinem Beitrag „Western von gestern“ die Potenziale der Video-Portale im Internet. Sein Appell: Die TV-Branche sollte die Wanderungsbewegungen ins Netz nicht als Gefahr, sondern als medienpolitische Chance deuten. Zu den grundlegenden Texten gehören weiter eine Analyse von Sabine Sasse zur „Schlacht der Weltbilder“, welche sich die globalen News-Channels liefern, und ein Essay von Diemut Roether zur Geschichte und Zukunft des deutschen Werbefernsehens.
Dazu präsentiert das Jahrbuch Fernsehen 2007 eine umfangreiche Rückschau auf die vergangenen zwölf Fernsehmonate: mit scharfsinnigen TV-Kritiken zu wichtigen Sendungen des Jahres und mit dem inzwischen obligatorischen Jahresrückblick von Dietrich Leder. Süffisant bezeichnet Leder darin „Germany's next Topmodel – by Heidi Klum“ als „wohl dümmsten Sendetitel des Jahres“. Gleichwohl verzeichnete Deutschlands Top-Model mit dieser ProSieben-Talentshow von Nachwuchs-Schönheiten einen großen Publikumserfolg – den das Cover des Jahrbuchs reflektiert.
Über das, was besonders bemerkenswert, empfehlenswert, sehenswert war im vergangenen Fernsehjahr, informiert konzentriert die Dokumentation der renommiertesten Fernsehpreise: des Adolf-Grimme-Preises, des Robert-Geisendörfer-Preises, des Fernsehfilm-Preises der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und des Deutschen Fernsehpreises.
Wie immer bietet das Jahrbuch Fernsehen den aufwändigsten und aktuellsten Serviceteil der Kommunikationsbranche. Auf über 300 Seiten finden sich mehr als 2.000 Adressen sowie die wichtigsten Daten und Fakten des deutschen und internationalen Medienmarkts, so zu den Umsätzen der größten Medienkonzernen der Welt. Geboten werden auch die Top-Quoten des Fernsehjahres, Informationen zu deutschen und internationalen Fernsehpreisen sowie eine Auswahl der wichtigsten Branchen- und Festival-Termine. Weiter gibt es eine Vielzahl von Kontaktdaten und Ansprechpartnern: von TV- und Medienredaktionen über Dienstleister bis zu Produktionsfirmen, Landesmedienanstalten und zu den Medienverantwortlichen der EU, des Bundes und der Länder. Mit dem Adressverzeichnis von internationalen Fachorganen sowie Hand- und Jahrbüchern ist das Jahrbuch Fernsehen in dieser Vollständigkeit ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Redaktionen, Verlage, Medienunternehmen.
Neu: Parallel zum Erscheinen des Jahrbuchs Fernsehen startet ein eigenes Online-Angebot. Unter http://www.jahrbuch-fernsehen.de/ finden sich Informationen und Leseproben zur aktuellen Ausgabe. Das Online-Angebot soll künftig auch Diskussions-Plattform für TV-Kritiker und Zuschauer sein. Exklusiv für den Start der Website hat Bastian Pastewka unter dem Titel „Bloß keine Überraschungen!“ eine Satire über das Schmonzettentum in der deutschen Prime-Time-Fiction verfasst.
Das nunmehr seit 15 Jahren bestehende Jahrbuch Fernsehen – Gesamtumfang: 600 Seiten, davon die Hälfte als Serviceteil – ist anerkannte Standardpublikation und zuverlässiges Trend-Barometer der gesamten TV-Landschaft. Die Herausgeber - das Adolf-Grimme-Institut, die Deutsche Kinemathek, die „Funkkorrespondenz“, das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik und das Institut für Medien- und Kommunikationspolitik – bürgen für die journalistische Qualität und die medienpolitische Unabhängigkeit der Publikation.
Dieter Anschlag/Claudia Cippitelli/Lutz Hachmeister/Uwe Kammann/Peter Paul Kubitz/Petra Maria Müller (Hrsg.): Jahrbuch Fernsehen 2007. Marl/Berlin 2007, 600 Seiten, Broschur, 34,90 Euro, ISBN 10: 3-9807428-6-5, ISBN 13: 978-3-9807428-6-3, ISSN 0949-9997
Bestellungen per Mail, weitere Informationen zum Inhalt und Leseproben:
http://www.jahrbuch-fernsehen.de/




