Agenda Setting

Die Tagesordnung der Gesellschaft wird von der Rangfolge wichtiger Themen bestimmt. Wie sich die Kirche in den öffentlichen Dialog einmischt, stand im Mittelpunkt der Jahrestagung Öffentlichkeitsarbeit 2007 des GEP.

Künstlich aufgesetzte Themen, die man aus der Luft greift, haben keine Chance, nachhaltig Wirkung zu erzielen. Dies erklärte Dr. Ulrich Harbecke, ehemals Programmleiter beim WDR, auf der Jahrestagung Öffentlichkeitsarbeit vom 7.–9. Mai 2007 in Rummelsberg. Entscheidend sei, wie man Themen in die persönliche Interessenlage einbette. Dann würden auch die Medien reagieren. Dr. Daniel Meier von der Universität Erlangen-Nürnberg wies mit seiner Untersuchung über Kirchenthemen in der Tagespresse nach, dass Kirche die Agenda der Lokalseiten der Tageszeitungen stark beeinflusse.

Mut zur Positionierung, auch zur „Spielverderberei“, machte Stephan Grünewald, Geschäftsführer des Rheingold Instituts für Markt- und Medienanalysen. Nicht nur immer neue Themen erfinden, sondern hartnäckig und authentisch für Kern-Inhalte einstehen – darum gehe es heute in einer Gesellschaft, die von Sinninflationen geprägt ist.

Nach Ansicht des bayerischen Landesbischofs Johannes Friedrich könne engagierte und kreative Öffentlichkeitsarbeit kirchliche Anliegen und Themen überzeugend in die Gesellschaft vermitteln.

Den großen Erfolg der Kampagne „Du bist Deutschland“ begründete der Kampagnenleiter Lars Christian Cords mit der Kreativität, die durch keine Gremien eingeengt wurde, und der Polarisierung und Ironisierung, die das Feuilleton auf den Plan rief und die Themen bis in die Stammtischdiskussion hievte.

Thomas Leif von der netzwerk recherche hinterfragte das Themen-Management der Medien und vermisst zunehmend die kritische und aufklärerische Rolle des Journalismus.

Du bist Deutschland

Kirchenthemen in der Tagespresse

Wer bestimmt, was wir denken?

Grußwort Landesbischof Dr. Friedrich



Logo epd.

Aktuelle Ausgabe.

evangelisch.de

Banner Gemeindebrief.

logo weltsichten